Willkommen
Die Bahá’í-Gemeinde Jena begrüßt Sie herzlich auf ihrer Webseite. Wir sind eine kleine, aber vielfältige und aktive Gemeinde. Unsere aktuellen Aktivitäten finden Sie im Kalender oder Sie können auch direkt mit uns Kontakt aufnehmen.
Die Bahá’í-Religion ist eine eigenständige Offenbarungsreligion mit rund 7,8 Millionen Anhängern in über 200 Ländern der Erde (vgl. The World Almanac and Book of Facts. World Almanac Books, New York 2008, S. 711). Sie wurde im 19. Jahrhundert durch Bahá’u’lláh gestiftet, welchen wir als „Manifestation Gottes“ für dieses Zeitalter anerkennen. Damit ist Bahá’u’lláh das momentan letzte Glied in einer langen Kette der „fortschreitenden Gottesoffenbarungen“. Offenbarer vor Bahá’u’lláh sind, unter anderem, Moses, Jesus, Mohammed, Zarathustra, Krishna, Buddha und der Báb. Eine der Besonderheiten an der Offenbarung Bahá’u’lláhs ist, dass er die eschatologischen bzw. messianischen Erwartungen aller vorherigen Religionen erfüllt und damit ein völlig neues Zeitalter einleitet.
Bahá’u’lláh hat ein umfangreiches Schrifttum offenbart, welches in arabischer bzw. persischer Sprache rund 100 Bände umfasst. Dieses Schrifttum bildet die Grundlage der Bahá’í-Religion und wird ergänzt durch die verbindlichen Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis, welche Bahá’u’lláh bzw. ‘Abdu’l-Bahá in Ihren Testamenten selbst festgelegt haben. Eine mündliche Tradition existiert nicht und alle Schriften sind im Original erhalten.
Wenn man versuchen würde, die Botschaft Bahá’u’lláhs mit nur einem einzigen Wort darzustellen, so wäre dies sicher „Einheit“, nämlich die „Einheit Gottes“, die „Einheit der Religionen“ und die „Einheit der Menschheit“. Bahá’u’lláh lehrt „die Existenz und die Einheit eines persönlichen Gottes, der unerkennbar, unerreichbar, Quell aller Offenbarung, ewig, allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist“(Shoghi Effendi, Gott geht Vorüber 8:26). Alle Religionen gingen für Ihn „aus einer Quelle hervor und sind die Strahlen eines Lichtes“(Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 18), Unterschiede sind den „wechselnden Erfordernissen der Zeitalter zuzuschreiben, in denen sie verkündet wurden”(ebd.). Bahá’u’lláhs Lehre der Einheit bezieht sich auch auf die Ebene der Menschen. Er verkündet, dass alle Menschen „die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges“ (ebd. 20) sind und dass wir „miteinander in größter Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Brüderlichkeit“(ebd.) verkehren sollen, denn „die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger“(Bahá’u’lláh, Ährenlese 117). Bahá’u’lláh erklärt, dass alle Menschen sich als Wesen gleichen Ranges betrachten sollen (vgl. vgl. Bahá’u’lláh, Tafel der Einheit). Bahá’u’lláh verkündet, dass der Sinn von Religion darin liegt, „das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen“(Bahá’u’lláh, Ährenlese 110). Auf keinen Fall darf die Religion „zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden“(ebd.). Seine Offenbarung ist das „Signal für den Eintritt des gesamten Menschengeschlechts in den Zustand der Mündigkeit“(Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 7:2). Bahá’u’lláh verkündet: „Ich bin die Sonne der Weisheit, das Meer der Erkenntnis. Ich ermutige die Schwachen und belebe die Toten. Ich bin das Licht der Führung, das den Weg erhellt. Ich bin der königliche Falke auf dem Arm des Allmächtigen. Ich entfalte die matten Flügel jedes verzagten Vogels und helfe ihm, sich aufzuschwingen“(Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 11:20). Er verspricht der Menschheit: „So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahre Gott, der alle Dinge kennt, bezeugt die Wahrheit dieser Worte“(Bahá’u’lláh, Ährenlese 132:3).
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